Mangel und Pragmatismus

  • Selbst gemachter Rübensirup

    Selbst gemachter Rübensirup

    Selbstversorgung ist in Zeiten des Hungers überlebens­wichtig. Die Familie von Reinhard Streiter scheut keine Mühe, um an Lebens­mittel zu kommen. Fallen für Kleintiere werden gestellt, Zucker­rüben zu süßem Sirup verkocht. Doch manchmal ist der Verlust größer als der Gewinn.

  • Sonnenblumenkerne in der Tasche

    Sonnenblumenkerne in der Tasche

    Reinhard Streiter erinnert sich an viele freundliche Gesten sowjetischer Soldaten. Doch ebenso nicht vergessen hat er beängstigende Situationen, Gerüch­te über Speziallager und Über­griffe auf Frauen, die selbst den Kindern nicht verborgen bleiben.

  • Seidener Faden

    Seidener Faden

    In den ersten Nachkriegs­monaten erlebt Christine Küster, wie jede Gelegen­heit genutzt wird, um an Dinge des täglichen Bedarfs zu kommen. Manches erfordert Fantasie und Geschick. Denn was macht man mit einer Industrie­spule voll Seide oder mit großen Mengen Kunstbast?

  • Wertvolle Kohle

    Wertvolle Kohle

    Kindsein in der Nachkriegszeit bedeutet mehr als Schule und Spielen. Oft muss Reinhard Streiter auch zum Lebens­unterhalt der Familie beitragen. Zusammen mit seinen Freunden gelingt es ihm, selbst diese Pflichten in kleine Abenteuer zu verwandeln.

  • Eine Begegnung auf der Brücke

    Eine Begegnung auf der Brücke

    Die Behelfsbrücke über die Spree ist die zentrale Verbindung zwischen Fürsten­walde und Ketschen­dorf. Gerüchte über das NKWD-Lager kursieren. Eines Tages wird der Vater von Christine Küster auf der Brücke von sowjetischen Soldaten angehalten.

  • Ein Stück Käse für später

    Ein Stück Käse für später

    Die Schule bringt für die Kinder ein wenig Stabi­lität in den Nachkriegs­alltag. Christine Küster nimmt an der Schul­speisung in den Samariter­anstalten teil. Besonders die ungewöhnlich weißen Brötchen einer inter­nationa­len Hilfsaktion bleiben ihr in Erinnerung.

  • Einfallsreichtum und Tauschgeschäfte

    Einfallsreichtum und Tauschgeschäfte

    Als der Krieg endet, ist Johanna Brandt noch ein junges Mädchen, und Lebensmittel sind knapp. Ein sowjetischer Offizier hilft der Familie gelegentlich. Der Vater arbeitet bei der Reichs­­bahn und ist viel unterwegs. Oft entpuppen sich die Fahrten als Gelegenheiten für Tausch­geschäfte.

  • Es hieß dann »organisieren«

    Es hieß dann »organisieren«

    Ein Fahrrad ist für viele Menschen das wichtigste Transportmittel. Doch sie werden häufig von der sowjetischen Besatzungsmacht eingezogen. Wege, wieder an ein Rad zu kommen, gibt es dennoch viele. Da Ersatzteile rar sind, greift der Vater von Reinhard Streiter zu allem, was sich finden lässt.

  • Radio gegen Pferdefleisch

    Radio gegen Pferdefleisch

    Die sowjetische Militär­verwaltung ordnet die Abgabe aller privaten Rund­funk­geräte an. Die Familie von Christine Küster hat nun kaum Zugang zu Nachrichten. In­mitten von Hunger und Mangel gibt es trotz­dem immer wieder erfin­derische Umwege.

  • Nachhall des Krieges

    Nachhall des Krieges

    Als der Krieg vorbei ist, treibt der Hunger Heinz Krüger und die Kinder aus der Nachbar­schaft zum Betteln. In der Hoffnung auf ein Stück Brot gehen sie zu der Ausgabe­stelle, an der die ehemaligen Zwangs­arbeiter der Pintsch-Werke versorgt werden.

  • Das »normale Leben« kommt zurück

    Das »normale Leben« kommt zurück

    Nach mehreren Umzügen kehrt die Familie von Johanna Brandt schließlich in die Gartenstraße zurück. Langsam stellt sich wieder so etwas wie Alltag ein. Der Tag ist von der Suche nach Lebens­mitteln geprägt, von kleinen Arbeiten und ständigen Improvisationen.

  • Der erfinderische Großvater

    Der erfinderische Großvater

    Wie vieles andere ist auch Heizmaterial in der Nachkriegs­zeit knapp. Um die Wohnung warm zu halten, ist Einfalls­reichtum gefragt. Der Großvater von Reinhard Streiter bekommt vom benach­bar­­ten Tischler große Mengen Späne. Ein Späneofen muss her und wird schnell zum Herz des Hauses.

  • Künstlerische Freiheit

    Künstlerische Freiheit

    Der Vater von Christine Küster führte vor dem Krieg einen erfolg­reichen Maler­betrieb, den er nach 1945 wieder aufzu­bauen versucht. Er ist nicht nur Hand­werker, sondern auch ein begabter Künstler. Sein Können verschafft ihm erste Aufträge in der Nach­kriegs­zeit.

  • Verbrecher sind unter uns

    Verbrecher sind unter uns

    Als Ruth Grasnick an Typhus erkrankt, bekommt sie »schwarze Teer­tropfen« – eine Not­behand­lung in einer Zeit ohne Impf­stoffe und Medika­mente. Krank zu werden bedeutet oft Lebens­gefahr. Umso wichtiger ist ein vertrauens­würdiger Haus­arzt. Doch dieser trägt eine Geschichte mit sich.

  • Eine andere Art zu angeln

    Eine andere Art zu angeln

    In den Trümmern liegen lange Zeit Munition und Spreng­stoff. Für Heinz Krüger und seine Freunde ist es verführerisch, damit zu spielen. Manchmal entstehen daraus praktische Ideen für den Alltag. Einiges lernen die Jungen sogar von den sowjeti­schen Soldaten.

  • »Stumpen« schlagen mit Opa

    »Stumpen« schlagen mit Opa

    Der Großvater väterlicherseits ist eine wichtige Bezugsperson für Klaus Hinz. Mit ihm verbringt er viel Zeit – auch, um zum Lebensunter­halt der Familie beizutragen. Im Wald schlagen sie Baum­stümpfe für Brenn­material und sammeln stundenlang Blau­beeren.

  • Brot in der Hecke

    Brot in der Hecke

    Wenn es kaum etwas zu essen gibt, nutzen Menschen jede Gelegenheit, um ihre Familien zu versorgen. Als Kind fährt Reinhard Streiter oft mit seiner Mutter aufs Land, um abgeerntete Felder abzusuchen. Manche dieser Fahrten enden mit einer Überraschung.

  • Wenn wieder Musik erklingt

    Wenn wieder Musik erklingt

    Die beiden Kinos und viele der alten Lokale öffnen erneut. Film­vor­führungen, Theater- und Konzert­abende sowie Tanz­ver­anstaltungen ziehen die Menschen an. Christine Küster erinnert sich gerne an die besondere Atmosphäre der zahl­reichen Maskenbälle.

  • Mit Fell und Knochen

    Mit Fell und Knochen

    Auf dem Land gibt es etwas mehr Möglich­keiten als in der Stadt, an Lebens­mittel zu kommen. Das große Landgut Palmnicken wird von der sowje­tischen Militär­adminis­tration über­nommen. Wer dort aushelfen kann – wie die Großmutter von Heinz Krüger – darf sich glücklich schätzen.

  • Tauben fliegen lassen

    Tauben fliegen lassen

    Im Hausgarten in Ketschendorf baut der Groß­vater einen Tauben­schlag. Für Klaus Hinz beginnt damit eine große Leidenschaft: Brieftauben. Das Futter muss er selbst verdienen. Als Jugendlicher arbeitet er deshalb in den Sommer­ferien auf einem Bauern­hof in Ahrensfelde.

  • Eine Beerdigung im Krieg

    Eine Beerdigung im Krieg

    In den letzten Kriegstagen, während der Bomben­angriffe, stirbt der Großvater von Reinhard Streiter. Die Beerdigung wird zur Heraus­forde­rung, denn die große Stadt­­brücke, die Ketschen­­dorf und Fürsten­­walde verbindet, ist bereits gesprengt.

  • Die erste Buslinie

    Die erste Buslinie

    Als der Vater von Ruth Grasnick aus dem Spezial­lager des NKWD entlassen wird, steht die Familie zunächst ohne Lebens­grund­lage da. Doch er erkennt eine Lücke: In der Region fehlt es an öffentlichem Verkehr und kaum jemand besitzt ein Auto. Also baut er ein Busunter­nehmen auf.

  • Fleisch von der Freibank

    Fleisch von der Freibank

    Schlange stehen für Lebens­mittel gehört für Klaus Hinz zur Nachkriegs-Kindheit. Freibänke verkaufen zwar geprüftes, aber minderwer­tiges Fleisch aus Notschlach­tungen. Wer dort einkaufen muss, wird von Gleich­­altrigen ausgelacht – trotz der allge­mei­nen Not.

  • Hosen aus Notwendigkeit

    Hosen aus Notwendigkeit

    Wenn fast alles Mangelware ist, entstehen neue Ideen und mit Geschick lässt sich selbst aus »Nichts« etwas machen. Wie viele andere, so nutzen auch Johanna Brandt und ihre Mutter was immer an Materialien verfügbar ist, um die Familie zu versorgen.

  • Die geborgte Schultüte

    Die geborgte Schultüte

    Im Oktober 1945 beginnt in Fürstenwalde wieder der Schulbetrieb. Für den sechs­jährigen Reinhard Streiter startet damit seine Schulzeit. Es fehlt an allem – selbst die eigene Schultüte bleibt ein Traum. Bald wird Russisch als Pflicht­­fach einge­führt, doch es wird nie zu seinem Lieblingsfach.