Reinhard Streiter

Selbst gemachter Rübensirup
Selbstversorgung ist in Zeiten des Hungers überlebenswichtig. Die Familie von Reinhard Streiter scheut keine Mühe, um an Lebensmittel zu kommen. Fallen für Kleintiere werden gestellt, Zuckerrüben zu süßem Sirup verkocht. Doch manchmal ist der Verlust größer als der Gewinn.

Sonnenblumenkerne in der Tasche
Reinhard Streiter erinnert sich an viele freundliche Gesten sowjetischer Soldaten. Doch ebenso nicht vergessen hat er beängstigende Situationen, Gerüchte über Speziallager und Übergriffe auf Frauen, die selbst den Kindern nicht verborgen bleiben.

Wertvolle Kohle
Kindsein in der Nachkriegszeit bedeutet mehr als Schule und Spielen. Oft muss Reinhard Streiter auch zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Zusammen mit seinen Freunden gelingt es ihm, selbst diese Pflichten in kleine Abenteuer zu verwandeln.

Es hieß dann »organisieren«
Ein Fahrrad ist für viele Menschen das wichtigste Transportmittel. Doch sie werden häufig von der sowjetischen Besatzungsmacht eingezogen. Wege, wieder an ein Rad zu kommen, gibt es dennoch viele. Da Ersatzteile rar sind, greift der Vater von Reinhard Streiter zu allem, was sich finden lässt.

Der erfinderische Großvater
Wie vieles andere ist auch Heizmaterial in der Nachkriegszeit knapp. Um die Wohnung warm zu halten, ist Einfallsreichtum gefragt. Der Großvater von Reinhard Streiter bekommt vom benachbarten Tischler große Mengen Späne. Ein Späneofen muss her und wird schnell zum Herz des Hauses.

Brot in der Hecke
Wenn es kaum etwas zu essen gibt, nutzen Menschen jede Gelegenheit, um ihre Familien zu versorgen. Als Kind fährt Reinhard Streiter oft mit seiner Mutter aufs Land, um abgeerntete Felder abzusuchen. Manche dieser Fahrten enden mit einer Überraschung.

Eine Beerdigung im Krieg
In den letzten Kriegstagen, während der Bombenangriffe, stirbt der Großvater von Reinhard Streiter. Die Beerdigung wird zur Herausforderung, denn die große Stadtbrücke, die Ketschendorf und Fürstenwalde verbindet, ist bereits gesprengt.

Die geborgte Schultüte
Im Oktober 1945 beginnt in Fürstenwalde wieder der Schulbetrieb. Für den sechsjährigen Reinhard Streiter startet damit seine Schulzeit. Es fehlt an allem – selbst die eigene Schultüte bleibt ein Traum. Bald wird Russisch als Pflichtfach eingeführt, doch es wird nie zu seinem Lieblingsfach.





