Klaus Hinz

Neue Heimat Fürstenwalde
Das Kriegsende erlebt Klaus Hinz mit seiner Mutter und den zwei Brüdern in Ostpreußen. Als sie 1947 Richtung Westen aufbrechen, ist der Vater noch immer in der Kriegsgefangenschaft. Das Ziel ist Fürstenwalde – dort lebt Tante Anna. Ein vertrautes Gesicht in der Fremde.

Fussball mit Sergant Grischa
Die Eltern von Klaus Hinz erhalten als Flüchtlinge eine Wohnung in der Reifenwerk-Siedlung in Ketschendorf. Für die Kinder ist es ein guter Ort zum Spielen. Die sowjetischen Soldaten aus der nahen Kaserne kicken gern mit den Jungen. Doch die Wohnsiedlung hat eine dunkle Vergangenheit.

Sandmännchen im »Roten Hammer«
Die Reifenwerk-Siedlung in Ketschendorf ist ein Universum für sich. In der Gaststätte gibt es einen öffentlichen Fernsehraum, in dem sich abends die Bewohner versammeln. Manchmal kommt es dort zu Auseinandersetzungen, auch mit den in der Nähe kasernierten sowjetischen Soldaten.

»Stumpen« schlagen mit Opa
Der Großvater väterlicherseits ist eine wichtige Bezugsperson für Klaus Hinz. Mit ihm verbringt er viel Zeit – auch, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Im Wald schlagen sie Baumstümpfe für Brennmaterial und sammeln stundenlang Blaubeeren.

Tauben fliegen lassen
Im Hausgarten in Ketschendorf baut der Großvater einen Taubenschlag. Für Klaus Hinz beginnt damit eine große Leidenschaft: Brieftauben. Das Futter muss er selbst verdienen. Als Jugendlicher arbeitet er deshalb in den Sommerferien auf einem Bauernhof in Ahrensfelde.

Fleisch von der Freibank
Schlange stehen für Lebensmittel gehört für Klaus Hinz zur Nachkriegs-Kindheit. Freibänke verkaufen zwar geprüftes, aber minderwertiges Fleisch aus Notschlachtungen. Wer dort einkaufen muss, wird von Gleichaltrigen ausgelacht – trotz der allgemeinen Not.



