Christine Küster

Wie in einem Märchen
Im Frühjahr 1945 flüchtet die dreizehnjährige Christine Küster mit ihren Eltern aus Ketschendorf vor der anrückenden Roten Armee. Die Familie gerät in eine gefährliche Situation und trifft auf einen sowjetischen Offizier, dessen Eingreifen unerwartete Folgen hat.

Da war nichts mehr
Als Christine Küster mit ihren Eltern von der Flucht zurückkehrt, ist von ihrem Zuhause kaum etwas geblieben. In kalten, leeren Räumen beginnt ein provisorischer Neuanfang. Doch die Vergangenheit ist noch nicht vorbei – eine Entdeckung zwingt die Familie zu einer riskanten Entscheidung.

Seidener Faden
In den ersten Nachkriegsmonaten erlebt Christine Küster, wie jede Gelegenheit genutzt wird, um an Dinge des täglichen Bedarfs zu kommen. Manches erfordert Fantasie und Geschick. Denn was macht man mit einer Industriespule voll Seide oder mit großen Mengen Kunstbast?

Ein Stück Käse für später
Die Schule bringt für die Kinder ein wenig Stabilität in den Nachkriegsalltag. Christine Küster nimmt an der Schulspeisung in den Samariteranstalten teil. Besonders die ungewöhnlich weißen Brötchen einer internationalen Hilfsaktion bleiben ihr in Erinnerung.

Eine Begegnung auf der Brücke
Die Behelfsbrücke über die Spree ist die zentrale Verbindung zwischen Fürstenwalde und Ketschendorf. Gerüchte über das NKWD-Lager kursieren. Eines Tages wird der Vater von Christine Küster auf der Brücke von sowjetischen Soldaten angehalten.

Radio gegen Pferdefleisch
Die sowjetische Militärverwaltung ordnet die Abgabe aller privaten Rundfunkgeräte an. Die Familie von Christine Küster hat nun kaum Zugang zu Nachrichten. Inmitten von Hunger und Mangel gibt es trotzdem immer wieder erfinderische Umwege.

Künstlerische Freiheit
Der Vater von Christine Küster führte vor dem Krieg einen erfolgreichen Malerbetrieb, den er nach 1945 wieder aufzubauen versucht. Er ist nicht nur Handwerker, sondern auch ein begabter Künstler. Sein Können verschafft ihm erste Aufträge in der Nachkriegszeit.

Wenn wieder Musik erklingt
Die beiden Kinos und viele der alten Lokale öffnen erneut. Filmvorführungen, Theater- und Konzertabende sowie Tanzveranstaltungen ziehen die Menschen an. Christine Küster erinnert sich gerne an die besondere Atmosphäre der zahlreichen Maskenbälle.




