Karbid und Sauerampfer, DEFA-Spielfilm 1963

Nach 1945 liegt Dresden in Ruinen. Der Wiederaufbau wird in Angriff genommen. Auch die Zigarettenfabrik, in der Nichtraucher Kalle gearbeitet hatte, soll neu aufgebaut werden. Damit es schneller geht, will er das zum Schweißen dringend benötigte Karbid auf eigene Faust besorgen. Per Anhalter macht sich Kalle auf nach Wittenberge, wo er Zigaretten gegen Karbid einzutauschen gedenkt. Unterwegs trifft er auf Opernsänger, Sarg-Kutscher, geschäftstüchtige amerikanische Soldaten, interessierte Witwen, schlitzohrige LKW-Fahrer — und Karla.

Mit einigen Jahren Abstand zum Kriegsende thematisiert die DEFA 1963 erstmals auf humoristische Weise die schwierigen Lebens­umstände in der Nachkriegs­zeit. Mit Erfolg, denn »Karbid und Sauer­ampfer« zählt zu den besten DEFA-Komödien. 

Sie ist damit ein passender Auftakt der Filmreihe, die das Ausstellungs- und Zeit­zeugen­projekt »Zwischenzeit — Fürstenwalde von 1945 bis 1949« des Museums Fürstenwalde begleitet.

Foto: © DEFA, Heinz Wenzel