Susann Stein

  • Wie in einem Märchen

    Wie in einem Märchen

    Im Frühjahr 1945 flüchtet die dreizehn­jährige Christine Küster mit ihren Eltern aus Ketschen­dorf vor der anrücken­den Roten Armee. Die Familie gerät in eine gefährliche Situation und trifft auf einen sowje­tischen Offizier, dessen Eingreifen unerwartete Folgen hat.

  • Selbst gemachter Rübensirup

    Selbst gemachter Rübensirup

    Selbstversorgung ist in Zeiten des Hungers überlebens­wichtig. Die Familie von Reinhard Streiter scheut keine Mühe, um an Lebens­mittel zu kommen. Fallen für Kleintiere werden gestellt, Zucker­rüben zu süßem Sirup verkocht. Doch manchmal ist der Verlust größer als der Gewinn.

  • Da war nichts mehr

    Da war nichts mehr

    Als Christine Küster mit ihren Eltern von der Flucht zurückkehrt, ist von ihrem Zuhause kaum etwas geblieben. In kalten, leeren Räumen beginnt ein provisori­scher Neu­anfang. Doch die Vergangen­­heit ist noch nicht vorbei – eine Entdeckung zwingt die Familie zu einer riskanten Entscheidung.

  • Zurück nach Hause

    Zurück nach Hause

    Nach der Flucht im April 1945 und mehreren Monaten auf einem Bauern­hof in Mecklenburg-Vorpommern kehrt die Familie von Ruth Grasnick nach Markgraf-Pieske zurück. Doch ihr Haus ist nun von der sowje­tischen Militär­verwaltung belegt. Es beginnt eine neue Zeit.

  • Sonnenblumenkerne in der Tasche

    Sonnenblumenkerne in der Tasche

    Reinhard Streiter erinnert sich an viele freundliche Gesten sowjetischer Soldaten. Doch ebenso nicht vergessen hat er beängstigende Situationen, Gerüch­te über Speziallager und Über­griffe auf Frauen, die selbst den Kindern nicht verborgen bleiben.

  • Seidener Faden

    Seidener Faden

    In den ersten Nachkriegs­monaten erlebt Christine Küster, wie jede Gelegen­heit genutzt wird, um an Dinge des täglichen Bedarfs zu kommen. Manches erfordert Fantasie und Geschick. Denn was macht man mit einer Industrie­spule voll Seide oder mit großen Mengen Kunstbast?

  • Neue Heimat Fürstenwalde

    Neue Heimat Fürstenwalde

    Das Kriegsende erlebt Klaus Hinz mit seiner Mutter und den zwei Brüdern in Ostpreußen. Als sie 1947 Richtung Westen aufbrechen, ist der Vater noch immer in der Kriegsgefangenschaft. Das Ziel ist Fürstenwalde – dort lebt Tante Anna. Ein vertrautes Gesicht in der Fremde.

  • Zu Fünft mit einem Handwagen

    Zu Fünft mit einem Handwagen

    Noch vor dem Einmarsch der Roten Armee wird Fürstenwalde von Bomben und Artillerie getroffen. Viele Häuser in der Innenstadt sind vollständig zerstört. Als der Befehl zur Evaku­ierung kommt, packt die Mutter von Johanna Brandt ihre vier Kinder und das, was geblieben ist, auf einen Handwagen.

  • Wertvolle Kohle

    Wertvolle Kohle

    Kindsein in der Nachkriegszeit bedeutet mehr als Schule und Spielen. Oft muss Reinhard Streiter auch zum Lebens­unterhalt der Familie beitragen. Zusammen mit seinen Freunden gelingt es ihm, selbst diese Pflichten in kleine Abenteuer zu verwandeln.

  • Eine Begegnung auf der Brücke

    Eine Begegnung auf der Brücke

    Die Behelfsbrücke über die Spree ist die zentrale Verbindung zwischen Fürsten­walde und Ketschen­dorf. Gerüchte über das NKWD-Lager kursieren. Eines Tages wird der Vater von Christine Küster auf der Brücke von sowjetischen Soldaten angehalten.

  • Ein Stück Käse für später

    Ein Stück Käse für später

    Die Schule bringt für die Kinder ein wenig Stabi­lität in den Nachkriegs­alltag. Christine Küster nimmt an der Schul­speisung in den Samariter­anstalten teil. Besonders die ungewöhnlich weißen Brötchen einer inter­nationa­len Hilfsaktion bleiben ihr in Erinnerung.

  • Drei Jahre im Speziallager

    Drei Jahre im Speziallager

    In Ketschen­dorf entsteht das Sowje­tische Spezial­lager Nr. 5. Dort sind ehemalige NSDAP-Mitglieder interniert, aber auch Menschen, die zufällig von der Straße geholt werden. Auch der Vater von Ruth Grasnick muss sich vor der sowje­tischen Besatzungs­macht verantworten.

  • Kinder hatten keine Angst

    Kinder hatten keine Angst

    Die letzten Kriegstage sind von Bomben­angriffen und der Angst vor der Roten Armee geprägt. Doch die Kinder finden selbst in dieser Zeit Gelegenheit für Spiele und kleine Abenteuer. Als der Befehl zur Evakuierung der Stadt kommt, verlässt die Familie von Heinz Krüger ihre Wohnung.

  • Fussball mit Sergant Grischa

    Fussball mit Sergant Grischa

    Die Eltern von Klaus Hinz erhalten als Flüchtlinge eine Wohnung in der Reifen­werk-Siedlung in Ketschen­dorf. Für die Kinder ist es ein guter Ort zum Spielen. Die sowjetischen Soldaten aus der nahen Kaserne kicken gern mit den Jungen. Doch die Wohn­siedlung hat eine dunkle Vergangenheit.

  • Einfallsreichtum und Tauschgeschäfte

    Einfallsreichtum und Tauschgeschäfte

    Als der Krieg endet, ist Johanna Brandt noch ein junges Mädchen, und Lebensmittel sind knapp. Ein sowjetischer Offizier hilft der Familie gelegentlich. Der Vater arbeitet bei der Reichs­­bahn und ist viel unterwegs. Oft entpuppen sich die Fahrten als Gelegenheiten für Tausch­geschäfte.

  • Es hieß dann »organisieren«

    Es hieß dann »organisieren«

    Ein Fahrrad ist für viele Menschen das wichtigste Transportmittel. Doch sie werden häufig von der sowjetischen Besatzungsmacht eingezogen. Wege, wieder an ein Rad zu kommen, gibt es dennoch viele. Da Ersatzteile rar sind, greift der Vater von Reinhard Streiter zu allem, was sich finden lässt.

  • Radio gegen Pferdefleisch

    Radio gegen Pferdefleisch

    Die sowjetische Militär­verwaltung ordnet die Abgabe aller privaten Rund­funk­geräte an. Die Familie von Christine Küster hat nun kaum Zugang zu Nachrichten. In­mitten von Hunger und Mangel gibt es trotz­dem immer wieder erfin­derische Umwege.

  • Nachhall des Krieges

    Nachhall des Krieges

    Als der Krieg vorbei ist, treibt der Hunger Heinz Krüger und die Kinder aus der Nachbar­schaft zum Betteln. In der Hoffnung auf ein Stück Brot gehen sie zu der Ausgabe­stelle, an der die ehemaligen Zwangs­arbeiter der Pintsch-Werke versorgt werden.

  • Sandmännchen im »Roten Hammer«

    Sandmännchen im »Roten Hammer«

    Die Reifenwerk-Siedlung in Ketschen­dorf ist ein Univer­sum für sich. In der Gast­stätte gibt es einen öffentlichen Fernseh­raum, in dem sich abends die Bewohner versammeln. Manchmal kommt es dort zu Auseinander­setzungen, auch mit den in der Nähe kasernier­ten sowjetischen Soldaten.

  • Das »normale Leben« kommt zurück

    Das »normale Leben« kommt zurück

    Nach mehreren Umzügen kehrt die Familie von Johanna Brandt schließlich in die Gartenstraße zurück. Langsam stellt sich wieder so etwas wie Alltag ein. Der Tag ist von der Suche nach Lebens­mitteln geprägt, von kleinen Arbeiten und ständigen Improvisationen.

  • Der erfinderische Großvater

    Der erfinderische Großvater

    Wie vieles andere ist auch Heizmaterial in der Nachkriegs­zeit knapp. Um die Wohnung warm zu halten, ist Einfalls­reichtum gefragt. Der Großvater von Reinhard Streiter bekommt vom benach­bar­­ten Tischler große Mengen Späne. Ein Späneofen muss her und wird schnell zum Herz des Hauses.

  • Künstlerische Freiheit

    Künstlerische Freiheit

    Der Vater von Christine Küster führte vor dem Krieg einen erfolg­reichen Maler­betrieb, den er nach 1945 wieder aufzu­bauen versucht. Er ist nicht nur Hand­werker, sondern auch ein begabter Künstler. Sein Können verschafft ihm erste Aufträge in der Nach­kriegs­zeit.

  • Verbrecher sind unter uns

    Verbrecher sind unter uns

    Als Ruth Grasnick an Typhus erkrankt, bekommt sie »schwarze Teer­tropfen« – eine Not­behand­lung in einer Zeit ohne Impf­stoffe und Medika­mente. Krank zu werden bedeutet oft Lebens­gefahr. Umso wichtiger ist ein vertrauens­würdiger Haus­arzt. Doch dieser trägt eine Geschichte mit sich.

  • Eine andere Art zu angeln

    Eine andere Art zu angeln

    In den Trümmern liegen lange Zeit Munition und Spreng­stoff. Für Heinz Krüger und seine Freunde ist es verführerisch, damit zu spielen. Manchmal entstehen daraus praktische Ideen für den Alltag. Einiges lernen die Jungen sogar von den sowjeti­schen Soldaten.

  • »Stumpen« schlagen mit Opa

    »Stumpen« schlagen mit Opa

    Der Großvater väterlicherseits ist eine wichtige Bezugsperson für Klaus Hinz. Mit ihm verbringt er viel Zeit – auch, um zum Lebensunter­halt der Familie beizutragen. Im Wald schlagen sie Baum­stümpfe für Brenn­material und sammeln stundenlang Blau­beeren.

  • Im Keller ist es nicht sicher

    Im Keller ist es nicht sicher

    Die Bombenangriffe auf Fürstenwalde in den letzten Kriegswochen sind verheerend. Die Familie von Johanna Brandt muss immer wieder Schutz suchen. Mit dem Kriegsende beginnt das Leben in der zerstörten Stadt. Die Trümmer sind gefährlich und zugleich für Kinder unwider­stehlich.

  • Brot in der Hecke

    Brot in der Hecke

    Wenn es kaum etwas zu essen gibt, nutzen Menschen jede Gelegenheit, um ihre Familien zu versorgen. Als Kind fährt Reinhard Streiter oft mit seiner Mutter aufs Land, um abgeerntete Felder abzusuchen. Manche dieser Fahrten enden mit einer Überraschung.

  • Wenn wieder Musik erklingt

    Wenn wieder Musik erklingt

    Die beiden Kinos und viele der alten Lokale öffnen erneut. Film­vor­führungen, Theater- und Konzert­abende sowie Tanz­ver­anstaltungen ziehen die Menschen an. Christine Küster erinnert sich gerne an die besondere Atmosphäre der zahl­reichen Maskenbälle.

  • Mit Fell und Knochen

    Mit Fell und Knochen

    Auf dem Land gibt es etwas mehr Möglich­keiten als in der Stadt, an Lebens­mittel zu kommen. Das große Landgut Palmnicken wird von der sowje­tischen Militär­adminis­tration über­nommen. Wer dort aushelfen kann – wie die Großmutter von Heinz Krüger – darf sich glücklich schätzen.

  • Tauben fliegen lassen

    Tauben fliegen lassen

    Im Hausgarten in Ketschendorf baut der Groß­vater einen Tauben­schlag. Für Klaus Hinz beginnt damit eine große Leidenschaft: Brieftauben. Das Futter muss er selbst verdienen. Als Jugendlicher arbeitet er deshalb in den Sommer­ferien auf einem Bauern­hof in Ahrensfelde.